NVIDIA-Wikibook/3D Desktops
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NVIDIA-Wikibook/3D Desktops
3D Desktops und ihre Grundlagen
NV-GLXSofern man den aktuellen nvidia-Treiber oder einen der Beta-Treiber installiert hat, kann man mit Hilfe von nvidia-xconfig als Benutzer root in einer Konsole oder dem Runlevel 3 NV-GLX aktivieren. Dazu benötigt man folgende Befehlssyntax: nvidia-xconfig --add-argb-glx-visuals --allow-glx-with-composite --composite --render-accel --damage-events Anschließend wird nur noch ein Neustart des X-Servers notwendig um diese Optionen zu aktivieren. Am einfachsten und für die Datenkonsistenz ungefährichsten dürfte dies durch Ausloggen und einen Neustart des Loginmanagers umzusetzen sein. Ein kompletter Reboot des ganzen Rechners ist dazu definitiv nicht erforderlich. Damit sind sowohl Beryl als auch Compiz auf NVIDIA-Karten lauffähig ohne den Einsatz von XGL oder AIGLX. Leider steht diese Option den Karten, die den älteren der beiden Legacy Treiber benötigen nicht zur Verfügung, so dass man dort dann auf XGL (AIGLX wird auch erst seit den 1.0-9xxx Treibern unterstützt) zurückgreifen muss sofern man einen 3D Desktop nutzen will.Laut dem NVIDIA Linux-Forum sollten die Treiber ab Version 1.0-9625 (genauer:seit dessen Beta Version) NV-GLX unterstützen. Beryl mit NV-GLXOpenSUSEDie benötigten Pakete um Beryl unter OpenSUSE 10.2 mit NV-GLX nutzen zu können findet man in folgendem Repository im OpenSUSE Buildservice. Allerdings wird Beryl nicht mehr gepflegt und man sollte zu Compiz-Fusion wechseln (Siehe den nächsten Abschnitt).
sudo smart channel --add http://software.opensuse.org/download/X11:/XGL/openSUSE_10.2/X11:XGL.repo
Nun muss nur noch der X-Server neu gestartet werden. Nachdem dies geschehen ist, kann nun nach dem Einloggen Beryl mit folgendem Befehl gestartet werden: beryl-manager Mit beryl-settings kann man diverse Einstellungen für Beryl festlegen. Sofern KDE genutzt wird bietet sich der Window-Decorator aquamarine an und für den Fall, dass GNOME zum Zuge kommt dürfte emerald die bessere Wahl für den Window-Decorator darstellen. Falls sich Beryl, über den Beryl-Manager aufgerufen, als instabil bezüglich der automatischen Einstellungserkennung erweisen sollte, so kann man Beryl auch folgendermaßen starten: beryl --indirect-rendering --strict-binding --replace settings & aquamarine --replace & Für emerald als Window-Decorator ersetzt man aquamarine in der Befehlssequenz schlichtweg durch emerald da die Syntax identisch ist. Weitere Infos zu Beryl unter OpenSUSE sind im OpenSUSE Wiki unter Beryl zu finden.
Compiz-Fusion mit NV-GLX
openSUSE
sudo smart channel --add http://software.opensuse.org/download/X11:/XGL/openSUSE_10.3/X11:XGL.repo
compiz compiz-bcop compiz-fusion-plugins-extra compiz-fusion-plugins-main compiz-fusion-plugins-unsupported compizconfig-settings-manager libcompizconfig python-compizconfig Für Gnome: compiz-gnome libcompizconfig-backend-gconf Für KDE: compiz-kde compiz-emerald compiz-emerald-themes libcompizconfig-backend-kconfig
Mit "Fusion Icon" steht ein Nachfolger des Beryl-Managers in Form eines kleinen Applets zur Verfügung, dass sich in das Panel integriert. Es bietet u. a. funktionalität zum
Zu finden ist dieses Softwarepaket (und bitte nur(!) dieses aus dem nun angegeben Repository installieren) im experimentellen Cyberorg Repository
Für OpenSUSE 10.1 und 10.2 steht dies leider nicht(!) zur Verfügung. Sobald man dieses Paket installiert hat können genauere Einstellungen über den compiz-settings-manager vorgenommen werden. Dazu ruft man den Befehl ccsm aus einer Konsole heraus auf und im X Windowsystem laufend kann Compiz Fusion dann weitgehend eingestellt werden. Wichtig ist die Einstellung des Window-Dekorators. Dazu Effects, dann Fensterdekoration anwählen, das Häkchen links bei "Aktiviere Fensterdekoration" setzen und dann folgendes Kommando eintragen: Für Gnome: gtk-window-decorator --replace Für KDE: kde-window-decorator --replace Für andere Desktop Environments (geht aber auch mit KDE und GNOME): emerald --replace Auf der Konsole gibt man dann zum Starten von compiz folgendes ein: compiz --replace ccp & Falls Compiz so problemlos arbeitet, kann "fusion-icon" dann bei der Benutzeranmeldung automatisch gestartet werden. Dazu einfach im "Kontrollzentrum/System" den Punkt "Sitzungen" starten. Unter "Startprogramme" dann den Befehl eintragen. XGLOpenSUSEZur Nutzung von XGL mit dem nvidia-Treiber sollten folgende Einträge in /etc/sysconfig/displaymanager geändert werden: DISPLAYMANAGER_XSERVER="Xgl" DISPLAYMANAGER_XGL_OPTS="-accel glx:pbuffer -accel xv:fbo" Der mit XGL immer noch aktive Xorg Server ist unter OpenSUSE immer noch unter der DISPLAY=:93 Kennung zu erreichen (wichtig für 3D Games, wo man über setzen dieser Variablen dann dennoch Zugang zu direkter OpenGL Nutzung hat!), wohingegen für normale Anwendungen unter DISPLAY=:0 dann der XGL Server zugange ist.
Zur weiteren Einrichtung von Compiz oder Beryl sollte man sich die Artikel Xgl unter SUSE Linux verwenden sowie Compiz und Beryl im OpenSUSE Wiki ansehen.
AIGLXAlternativ zu XGL kann ab X.org ab Version 7.1 auch AIGLX verwendet werden, was bei Nutzung von NVIDIA Karten jedoch nur für die 1.0-9xxx bis 1.0-9625 Legacy Treiber sinnvoll ist, da diese leider noch kein NVGLX unterstützen. Die Legacy Treiber unterhalb Version 1.0-9xxx unterstützen auch dieses leider noch nicht. Dort ist man dann leider wirklich auf XGL angewiesen. Zur Nutzung von AIGLX muss unter /etc/sysconfig/displaymanager auf jeden Fall der Xorg Server eingestellt sein, was durch die Variable DISPLAYMANAGER_XSERVER="Xorg" sichergestellt wird. Dann sollte desweiteren folgendes in der /etc/X11/xorg.conf in den jeweiligen Sektionen eingetragen werden: Section "ServerLayout" ... Option "AIGLX" "on" EndSection ... Section "Extensions" Option "Composite" "on" EndSection Sofern diese Optionen eingetragen sind und der X-Server im Anschluß neugestartet wurde, sollte dann AIGLX zur Verfügung stehen womit 3D Desktops wie Compiz und Beryl ebenfalls nutzbar sind. NVGLX wäre jedoch, sofern für die eingesetzte Grafikkarte verfügbar, auf jeden Fall vorzuziehen, da es a.) performanter ist und b.) stabiler läuft.
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